15 Fakten zu Bulgarien die beweisen, dass das Land mehr kann als Ballermann

Am schwarzen Meer in Bulgarien

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Sommer, Sonne und durchzechte Nächte. Bulgarien dürfte vielen vor allem als günstige Urlaubsdestination bekannt sein – für Sonnenanbieter und Feierwütige, für lange Strandtage und noch längere Partynächte in den Bars und Clubs der bulgarischen Schwarzmeerküste.

Dabei hat das Land weit mehr zu bieten. Wer die Touristenhochburgen wie Goldstrand, Sonnenstrand oder Albena ausblendet, auf den wartet ein zauberhaftes Bulgarien, das einen in vielerlei Hinsicht überrascht.

Beispiele gefällig? Hier sind 15 Fakten zu Bulgarien, die beweisen, dass das Land mehr ist, als das perfekte Reiseziel für einen Strand- und Partyurlaub.

Wunderschöne Küstenregionen

Ein Fischerboot in Bulgarien
Verträumt wie Bulgarien: das türkise Schwarze Meer

Karibik? Netter Versuch. So sieht das Meer nämlich an vielen Orten entlang der bulgarischen Schwarzmeerküste aus. Idyllische Buchten, kilometerlange Sandstrände, kristallklares Wasser in den allerschönsten Farben. Da kriegt man doch direkt Lust reinzuspringen, oder? Wusst ich’s doch.

Von Goldstrand bis Sonnenstrand, von Kavarna bis Burgas – Strände wie aus dem Bilderbuch und einige der schönsten Küstenstreifen Europas muss man auch abseits der bekannten Touristenpfade in Bulgarien nicht lange suchen.

Eindrucksvolle Landschaften

Kap Kaliakra in Bulgarien
Schier endlos: ein Küstenstreifen in Bulgarien

Du stehst auf einem Felsen weit über dem Meeresspiegel und lässt deinen Blick über die schier endlose Landschaft schweifen, die sich vor deinen Augen entfaltet.

Zum Beispiel die hier: Kap Kaliakra, eine lange und schmale Landzunge an der nördlichen bulgarischen Schwarzmeerküste in der Region Dobrudscha. Hier könntest du nicht nur Stunden damit verbringen, einfach nur gedankenversunken aufs Meer zu starren, nein, mit Glück kannst du hier sogar Delfinen dabei zusehen, wie sie unten im türkisblauen Meer herumtollen. Noch Fragen?

Malerische Sonnenaufgänge

Ein Sonnenaufgang in Bulgarien
Fast ein Monet: Sonnenaufgänge in Bulgarien

Ein Sonnenaufgang an der Küste von Bulgarien ist der wohl schönste Wake-Up Kiss, den du je bekommen wirst. Da lohnt es sich wirklich, in aller Herrgottsfrühe aufzustehen (oder einfach die Nacht durchzufeiern…)

Am allerbesten sind die Sonnenaufgänge natürlich an der Küste. Wenn die Sonne über dem verschlafenen Binnenmeer aufgeht, so bunt, dass es fast wehtut in den Augen, und so langsam, als ob der Maler wirklich jedem detailliert zeigen will, wie sehr er sein Handwerk beherrscht. Da fehlen einem echt die Worte…

Noch bezauberndere Sonnenuntergänge

Sonnenuntergang in Bulgarien
Dinner for WOW: Ein Sonnenuntergang in Sozopol in Bulgarien

Überzeugt? Dann warte erstmal auf die Sonnenuntergänge! Die werden dich nämlich erst richtig sprachlos machen. Setz dich einfach in einen nette Bar, gönn‘ dir ein Glas ausgezeichneten bulgarischen Wein (oder zwei, oder drei, oder vier…) und genieß den Moment.

Wie sagt man so schön: die besten Sachen im Leben gibt es umsonst. Und Sonnenuntergänge in Bulgarien zählen mit Sicherheit zu den allerallerbesten.

Postkarten-Motive soweit das Auge reicht


Eine Möve am Schwarzen Meer in BulgarienDer Sonne entgegen: am Schwarzen Meer in Bulgarien

Manchmal wäre es schön, einen Bilderrahmen um die Augen zu tragen, vergoldet und mit Stuck. Wieso? Weil es kaum etwas Besseres gibt, als einfach seine Umgebung zu genießen: die verwunschenen Landschaften, die malerischen kleinen Dörfer, die fotogen Holzhäuser, und oh, habe ich schon diese zauberhaften Windmühlen in Städten wie Sozophol oder Nessebar erwähnt? Hach…

Das Meer ruft

Fischerboote in Bulgarien
Auf Landgang: Fischerboote in Bulgarien

Die Bulgarische Küste will erobert werden. Ob mit der Segelyacht oder einem kleinen Fischerboot, es liegt einfach in der Natur der Einheimischen an der bulgarischen Schwarzmeerküste, in See zu stechen. Und irgendwie passt das zum Charme der Region und dem Lebensstil der Leute hier wie die Faust aufs Auge.

Die Küste, ein Kinderparadies

Muscheln aus Bulgarien
Fundstücke aus Bulgarien: Muschel in allen Formen

Brauchst du wirklich die Hektik der großen Touristenhochburgen wie Varna oder Albena, um deine Kinder im Urlaub zu beschäftigen? Ich hoffe nicht. Denn es gibt zahlreiche andere Dinge, die man mit Kindern in Bulgarien unternehmen kann.

Vor allem warten neben den bekannten Resorts und Badeorten Unmengen versteckter Strände darauf, von neugierigen Kinderaugen (und erwachsener gleichermaßen) entdeckt zu werden. Einsame Strände, an denen du nicht gleich die Befürchtung haben musst, dein Kind in den Touristenmassen aus den Augen zu verlieren.

Das grüne Herz des Landes

Ein Park in Sofia in Bulgarien
Lockt Jugendliche und Familien: die Parks in Bulgarien

Mehr Fakten zu Bulgarien? Das Land ist voller grüner Natur! Selbst in der Hauptstadt Sofia gibt es viele grüne Lungen wie Borissova Gradina und der Yuzhen Park, die fast den Eindruck erwecken, man sei auf dem Land und nicht in der größten Stadt Bulgariens.

Perfekte Orte zum Abschalten, um mit Freunden abzuhängen oder nach dem Sightseeing in der Innenstadt etwas zur Ruhe zu kommen und den Tag ausklingen zu lassen.

Sofia ist en vogue!

Ein Platz mit einer Kirche in Bulgarien
Von wegen altbacken: Sofia, die Hauptstadt von Bulgarien, hat einen angenehm jungen Flair

Alte Architektur, charmanter Plattenbau (das mein ich ernst) und modernste Bürogebäude: Sofia ist das beste Beispiel für eine osteuropäische Großstadt auf dem Vormarsch.

Alt, neu, jung, alt, alles vermischt sich auf eine wundersame Weise und verwandelt das Stadtbild von Tag zu Tag – zum Beispiel auch mit einer erstaunlichen Auswahl an Cafés, Bars und Clubs. Sofia steht für eine interessante Mischung, die nie langweilig wird. Ja, in Sofia, da geht was – das spürt man.

Kirchen, Kirchen, Kirchen

Ikonen in einer Kirche in Bulgarien
Sakralbauten weit und breit: Bulgarien ist voller Kirchen (und Moscheen)

Magst du Kirchen? Ich schon. Ich mag die einzigartige Atmosphäre in jeder Kirche, den Geruch der Jahrhunderte, die Stille, die über dem ganzen Ort liegt. Bulgarien ist voll von Kirchen. Kleine, große, alte, neue und manche sogar unter der Erde.

Alles anders, alles neu

Eine riesige Windmühle in Bulgarien
Bulgarien überrascht durch seine Vielseitigkeit

Wer durch Bulgarien reist, wird schnell feststellen, dass kein Ort wie der andere ist. Klingt jetzt vielleicht plausibel, überrascht einen dann doch an jeder Ecke wieder von Neuem. Denn jeder Küstenstreifen ist anders, jede Bucht hat einen anderen Charme, jede Stadt etwas sehr Besonderes an sich.

Sofia zum Beispiel lockt mit orthodoxen Kirchen, Moscheen, Denkmälern und Statuen nebst Plattenbau-Charme, Sozophol wartet mit seinen schnuckligen Holzhäuser auf und Nessebar mit dieser wunderbaren Holzwindmühle auf der Zufahrt zur Altstadt.

Offenbarung für Wein-Liebhaber

Gestapelte Weinflaschen in Bulgarien
Läuft! Weinanbau hat in Bulgarien Tradition

Wein, Wein, Wein! Weinproduktion und der Anbau von Reben haben eine lange Tradition in Bulgarien, die sogar zurück geht bis in die Zeit der Thraker. Und das Beste: man braucht nicht einmal eine Ausrede zum Trinken, denn Wein passt in Bulgarien zu fast jedem Gericht.

Und sollte man kein Wein mehr übrig sein, keine Sorge, die Chancen sind groß, dass sich irgendwo Bier oder Rakia ausfindig machen lässt, eine köstliche Destillation von vergorenen Früchten – und ein Muss für jeden Bulgarien-Neuling.

Tradition auf der Zunge

Ein frischer Salat in Bulgarien
Überraschend frisch: Bulgarien auf dem Teller

Einer der schönsten Fakten zu Bulgarien: Die kulinarischen Versuchungen, die das Land zu bieten hat suchen ihresgleichen. Und wie bei so vielen Dingen, halten die Bulgaren seit Jahrhunderten auch in der Küche an ihren Traditionen fest.

Dennoch ist traditionelle bulgarische Küche sehr vielfältig: von den leckersten Salaten zu kräftigen Eintöpfen, von süßem Gebäck zu allen erdenklichen Fischsorten und -zubreitungsformen.

Architektur trifft Geschichte

Eine Kirche in Bulgarien
Von Thrakern bis Osmanen: die Geschichte von Bulgarien hat viel zu bieten

Interessiert an der Kultur und Geschichte Bulgariens? Eher nicht so? Dann lies trotzdem weiter. Denn das Land hat an Historie, Architektur und Religion richtig viel zu bieten, was vielleicht auch dich interessieren könnte: von Sofia nach Sozopol, von Plowdiw nach Bansko, von Plewen nach Arbanassis.

Besuche alte Gotteshäuser wie die Christos Pantokrator Kirche in Nessebar, entdecke mittelalterliche Forts wie das am Kap Kaliakra oder lass dich vom Charme der hölzernen Windmühlen in längst vergangene Zeiten katapultieren.

Bulgarien, ein Land der Zukunft

Reflexionen in einer Sonnenbrille in Bulgarien

Es ist die Mischung aus Flachland und Bergen, aus Sand und Beton, aus Alt und Neu, die dieses Land so besonders macht.

Auf den Besucher wartet eine enorme Vielfalt, die man auf einer Reise durch das Land auf eine ungewöhnliche, ja angenehm unerwartete Weise tatsächlich fühlen kann. Bulgarien ist ein Schmelztiegel der Alten und der Jungen, der Vergangenheit und der Zukunft. Sofia ist auf dem Vormarsch. Und so das ganze Land.

Danke an das Bulgarian Tourism Board für die Einladung nach Bulgarien. Meine Meinung ist dennoch unabhängig.  

Warst du mal in Bulgarien? Welche Tipps und Anekdotiques hast du von dort? Schreib einen Kommentar!

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Der Artikel ist auch in English verfügbar.

  1. Step says:

    Ich kenne nur den Westteil des Landes, also Sofia, Plovdiv, und die Gebirgsgegenden südlich davon mit ihren unzähligen orthodoxen Klöstern. Ich mag Länder die noch abseits der großen Touristenströme liegen!

    Besonderer Tipp: Melnik, der alte Weinort ganz im Süden nahe der Grenze zu Griechenland. Eselsfuhrwerke, in den Felsen geschlagene alte Weinkeller und in der Nähe das Rozhen Kloster, einer der stillsten und friedlichsten Orte, an dem ich je war!

    Nach dem Artikel sollte ich aber wohl die Schwarzmeerküste auch mal besuchen……

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    • Clemens says:

      Melnik! Dank, hab ich mir direkt mal notiert!

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    • Philipp says:

      Cool, noch jemand der dort war! Meine Mutter stammt von dort und meine Vorfahren von Griechenland und Mazedonien. Die von Wanderung von Rozhen zum Kloster über das Gebirge nach Melnik in die „Izbar“ (Weinkeller im Felsen, schwer zu empfehlen!! – der Besitzer war mit meinem Onkel bei der Armee!) ist bei uns jedes Jahr ein Must-do. Die unberührte Stille des Sandgebirges, das kühle Quellwasser im Kloster. So friedlich. So wunderbar. So bulgarisch. Ich vermisse meine wahre Heimat beim schreiben dieser Sätze!!

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