Dubai und Ras Al Khaimah: Kleine Gesten hinter der Welt des Glitzers

Dubai und Ras Al Khaimah sind die Glitzer- und Glamour-Metropolen im nahen Osten. Doch hinter der Hochhauskulisse und den Sterne-Hotels, versteckt sich noch etwas ganz anderes: Die kleinen, freundlichen Gesten der Emiraties. Eine Selbstversuch der Nettigkeiten.

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Rashid plaudert drauf los. Vor zehn Jahren sind seine Eltern von Pakistan nach Dubai gezogen und damals, ja damals, war alles anders. Da haben sie dort gelebt, wo heute der Burj Khalifa die Wolken kitzelt. Dort, wo an jedem Abend Touristen hin pilgern, um Wasserlichtspiele zu bestaunen. Dort, wo man knapp eine halbe Stunde laufen muss, bis man in der weltgrößten Mall steht und völlig überfordert ist. „Dort hinten soll es bald einen Flughafen geben“, erklärt Rashid und zeigt ins Nichts. Sand. Wüste. Keine einzige Palme. Hier ein Flughafen?

Doch das ist es genau, was Dubai so besonders macht. Hier entstehen Dinge aus dem Nichts. Wo gestern noch die Wüste war, kann heute schon ein 200-stöckiges Gebäude in die Höhe schießen. Dort, wo irgendwann einmal Kinder Fußball spielten, kann heute schon das teuerste Hotel in die Höhe ragen. Höher, weiter, schöner. Dubai ist schnell in dem, was es baut, was es plant und was es umsetzt.

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Dubai und Ras Al Khaimah: Palmen und Sand am Meer  

Und dann gibt es, ganz versteckt, ein anderes Dubai. Das Dubai, das erst vor kurzem von Portal TripAdvisor zu einem der freundlichsten Orte der Welt gekürt wurde. Das Dubai, das man nur sieht, wenn man ganz genau hinschaut und vor allem mit Menschen redet. So, wie mit Rashid, der schon seit mehreren Jahren Touristen und Emiraties durch Dubai und die Umgebung fährt. „Ich mag Dubai“, erklärt Rashid, als die glitzernde Skyline immer näherkommt und er sich durch den dichten Verkehr der sechsspurigen Straße in Richtung Burj Khalifa und Dubai Mall kämpft. Ich mag es auch. Auf eine ganz eigene Art und Weise, und für die vielen kleinen Gesten, die hier, ganz unerwartet, immer wieder auf einen einprasseln.

Von Glitzer, Glamour und dem richtigen Riecher

Rashid weiß genau, wo der beste Ort ist, um den Abend vor der Dubai Mall ausklingen zu lassen. Er stürmt aus seinem Auto, winkt panisch und ruft „Schnell, schnell, sonst sind die besten Plätze weg!“ Recht hat er. Schon von weitem ist eine große Traube an Menschen zu sehen, die sich in Position gestellt hat. Sie alle warten auf das, was hier jeden Abend passiert: Das weltgrößte Lichtspiel der Wasserfontänen, die genau mittig zwischen der Dubai Mall und dem riesigen Burj Khalifa liegen. Von 18 bis 23 Uhr tanzen hier alle 30 Minuten 140 Meter hohe Wasserstrahlen zu arabischer Musik – und dank Rashid stehen wir genau richtig: freie Sicht auf die Fontänen.

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Dubai und Ras Al Khaimah: Die Dubai Fountains tanzen jeden Abend

Bis zum 9. Januar 2016 gibt es außerdem etwas, das nah dran ist, den Dubai Fountains die Show zu stehlen. In regelmäßigen Intervallen startet von 18:45 bis 23:45 eine Lichtshow am Burj Khalifa. Abgestimmt auf ein Lied, das extra für das 828 Meter hohe Hochhaus produziert wurde, leuchtet der Turm noch prunkvoller, als er es sowieso schon tun würde. Hallo, Glitzer-Glamour-Dubai .

Marina Bay – Die kleine Oase von Dubai

Ein Morgen in Dubai beginnt im Marina Bay. Hier treffen sich die Jogger zum morgendlichen Lauf durch die noch angenehmen 28 Grad, die Boote werden für die Trips am Tag fertig gemacht und die Cafés erwachen so langsam. Einheimische sitzen bei Tee und Wasserpfeife am Rand und mit dem Geruch von Pfefferminze und Apfel in der Nase ist die gesamte Promenade hier der perfekte Ausgangspunkt für einen Spaziergang am Morgen. „Da müsst ihr unbedingt hin“, hat uns unser Lieblings-Eier-Koch aus dem DoubleTree by Hilton Hotel Dubai Jumeirah Beach verraten. Es sei auch einer seiner Lieblingsecken in Dubai.

Mit einer Karte bewaffnet schlendern wir am Wasser entlang, den Blick auf die in der Sonne glänzenden Hochhäuser, die sich perfekt an die Form der Marina anschmiegen. Es wirkt gar nicht wie Dubai. Der Verkehr, der Trouble und die vielen Menschen sind verschwunden. Ein Ort, der wie eine Oase mitten in Dubai wirkt.

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Dubai und Ras Al Khaimah: Tradition neben Moderne

Wir sind auf der Suche nach der Mall. Malls gelten in Dubai nämlich als feste Bestandteile der Liste der Sehenswürdigkeiten. Air-Conditioning, Eiskaffee und bequeme Sofas? Das macht Sinn, wenn sich gegen Mittag die Hitze in Dubai so sehr aufbaut, dass es wirklich schwierig wird, entspannt durch die Straßen zu spazieren. Da stehen wir: Touristenkarte aufgeklappt, Kamera um den Hals und suchende Blicke nach rechts und links. „Braucht ihr Hilfe?“, eine spanische Joggerin steht vor uns und schaut uns fragend an. Sie erklärt uns mit ein paar verschwitzten Handbewegungen die Richtung, dreht sich um und joggt weiter – bei mittlerweile über 30 Grad, aber bewaffnet mit unserer Wasserflasche, die wir ihr gerade noch so als Dankeschön in die Hand drücken konnten.

Alserkal Avenue – Der Künstlerhub der großen Metropole

Der Bus stoppt im Nirgendwo. Vor uns die verstaubte Skyline von Dubai – weit, weit weg. Rechts und links stehen Container und Fabrikhäuser. „Alserkal Avenue, yes?“, der Busfahrer dreht sich mit einem breiten Grinsen um und schaut uns fragend an. Ja, stimmt. „Von hier aus müsst ihr nicht mehr weit laufen, direkt da rein.“ Er zeigt auf einen kleinen Weg. Der ganze Bus grinst.

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Dubai und Ras Al Khaimah: Die Alserkal Avenue ist die Kreativ-Hochburg der Region

Am Morgen hat uns die Rezeptionistin im DoubleTree by Hilton Hotel Dubai Jumeirah Beach verraten, dass es einen Ort gibt, an dem sich die Künstler von Dubai treffen. Die Kreativen, die ihre Tage in heruntergekühlten Galerien und Co-Working Spaces verbringen, aber, dass der Weg dahin relativ schwierig ist. Das wusste anscheinend auch der Busfahrer, der uns extra so nah wie möglich an dem Künstlerviertel herausgelassen hat. Hach Dubai, du kannst wirklich verdammt nett sein.
dubai_und_ras-al-khaimah_doubletree__hilton_alserkal_evenueDubai und Ras Al Khaimah: Auch hippe Cafés findet man hier

Die Alserkal Avenue wirkt leer. Es führen kleine Gänge und Gassen an Läden und Galerien vorbei, die von außen kaum zeigen, was sich dahinter verbirgt. Kein Wunder. Bei den Temperaturen verbringt niemand viel Zeit auf der Straße. Viel lieber sitzen die hippen Emiraties und zugezogenen Expats hier in den coolen Cafés oder shoppen in neu eröffneten Concept Shop von französischen Designern. Keine schlechte Idee.

Jumeirah Beach: Sonnenuntergang mit 7-Sterne-Blick

Der Sand ist warm, die Luft ist heiß und das Wasser kaum eine Erfrischung – doch der Ausblick kaum zu toppen. Links prunkt das Burj al Arab in die Höhe, das einzige Hotel der Welt, das sieben Sterne besitzt, während rechts Touristen in der Sonne brutzeln und Einheimische an den Geräten Sport treiben. Der Himmel färbt sich langsam orange und gibt der Kulisse noch einmal einen ganz besonderen Touch. Nicht umsonst kommen gerade am Abend viele der Menschen in Dubai zum Jumeirah Beach: Ein toller Ort, um den Tag in Dubai ausklingen zu lassen.

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Dubai und Ras Al Khaimah: das Burj Al Arab beim Sonnenuntergang  

Die Straße führt durch das Nichts. Das ist also, was die Leute immer meinten, wenn sie von der Wüste sprachen. Rechts und links nur Sand, ein paar Kamele hier und da, ein paar verlassene Häuser, ein paar Einheimische, die am Straßenrand picknicken und ab und an eine der vielen Residenzen vom Regierungschef Scheich Chalifa bin Zayid Al Nahyan – manchmal für ihn, manchmal nur für seine Falken. Das ist es eben, das verrückte Leben der Menschen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Es ist ein Leben, das so anders ist, dass man es kaum verstehen kann. Aber auch ein Leben, in das es sich lohnt einmal reinzuschnuppern.

Ras al Khaimah: Strandurlaub im Nirgendwo

Dubai verblasst im Hintergrund, Rashid rast nach Ras al Khaimah. Wer hier auf den riesigen Straßen wen überholt, das ist egal. Ein wahrer Slalom entsteht hier. Rashid kennt den Weg in- und auswendig und könnte ihn wahrscheinlich blind fahren. Ras al Khaimah liegt gerade einmal knapp 1,5 Stunden von Dubai entfernt und ist bekannt, als das Nichts mit Strand. In anderen Worten: In Ras al Khaimah gibt es weniger von der Glitzerwelt von Dubai, dafür einen tollen Strand und ein echtes Urlaubsgefühl.

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Dubai und Ras Al Khaimah: Badestrände sind der erste Anlaufpunkt bei der Hitze   

Rashid verabschiedet sich. Das war das letzte Mal, dass wir ihn gesehen haben. Dafür treffen wir jetzt auf Omar, einem Tunesier, der uns mit einem breiten Grinsen und einem warmen Cookie im DoubleTree by Hilton Resort & Spa Marjan Island begrüßt. Die Kekse gehören hier dazu. Sie gelten als die kleinen, netten Gesten, die den Gast willkommen heißen. Funktioniert ganz gut und schmecken tun sie auch noch – und das auf der ganzen Welt, egal in welchem DoubleTree by Hilton Hotel man sich befindet.

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Dubai und Ras Al Khaimah: Prunk trifft orientalischen Schick  

Von oben wirkt Ras al Khaimah klein. Fast so, als gäbe es ein paar Hotels und sonst wenig – vor allem im Vergleich zu Dubai. Hier geht es gediegener zu. Eine zweispurige Straße verbindet die einzelnen Hotels miteinander und rechts und links schneidet sich das Meer in den Sand, der die perfekte Unterlage für einen Tag am Meer bietet. Gerade, wenn die Sonne so langsam im Meer versinkt und sich die Luft orange färbt, ist der Ausblick über Ras al Khaimah besonders. Kein Wunder, dass uns Omar ganz schnell mit dem Aufzug in die oberste Etage des DoubleTree by Hilton Resort & Spa Marjan Island geschickt hat: Hier befindet sich der Spa mit der wohl besten Aussicht über das Emirat.

Auf einen letzten Pint mit Dubai

Es ist düster im The Dubliner’s Pub. Hier läuft Rugby, dort läuft Fußball und ganz hinten hanteln Leute mit Schlägern herum, die nach Cricket oder Polo aussehen. Im Hintergrund dudelt leise irische Musik und die Bar ist gut aufgestockt mit Bieren aus aller Welt. Wären draußen nicht immer noch knapp 40 Grad und würde in der hintersten Ecke nicht ein Mann mit weißem Gewand sitzen, dann wäre das fast der perfekte irische Pub. Aber nein. Es ist immer noch Dubai – aber ein guter Ort, um die Zeit in den Emiraten ausklingen zu lassen. In gediegener und irland-typischer düsterer Gemütlichkeit. Draußen brettern die riesigen Autos schon wieder über die breiten Straßen, der Burj Khalifa glitzert bereits in seiner vollen Pracht und die Sonne ist schon längst im Meer versunken.

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Dubai und Ras Al Khaimah: Der Burj Khalifa, Nadel aus Stahl   

Es ist eine andere Welt, dieses Dubai, dieses Ras al Khaimah, diese Emirate. Aber es ist auch eine Welt, die freundlich, klein und nett sein kann, wenn man ihr eine Chance gibt. Dann sieht man die vielen zuvorkommenden Taxifahrer, die ihren täglichen Job mit einer echten Hingabe ausführen. So wie Rashid, der jetzt wahrscheinlich wieder panisch aus seinem Wagen rennt, um die nächsten Besucher in Position zu stellen für die Wasserfontänen, die gekonnt zu arabischer Musik tanzen.

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit DoubleTree by Hilton entstanden. Fünf Tage sind wir mit dem #DoubleTreeEffekt durch Dubai und Ras al Khaimah gereist, um den „Act of Kindness“ der Emiraties und der DoubleTree by Hilton Hotel Dubai Jumeirah Beach und DoubleTree by Hilton Resort & Spa Marjan Island zu testen und ihn vor allem auch weiterzugeben an die Menschen, die uns vor Ort begegnet sind. Danke dafür!

  1. Stev says:

    Hallo Clemens, cooler Beitrag! Kleine Frage, hast du die Bilder selbst geschossen oder aus dem Netz?

    Antworten
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