Istanbul, wo bist du nur?

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„Shisha?“ Mein Blick ruht auf einer Gruppe junger Türken, wie sie einatmen, ausatmen und in einer dichten Wolke aus Rauch verschwinden. „Shisha?“, fragt die Bedienung noch einmal mit Nachdruck. Und ja, warum eigentlich nicht?

Der Çay schmeckt; vor allem wie immer. Erdbeere, Mango, Kirsche, Ananas – über zwanzig Sorten werden in diesem Teegarten direkt hinter der Blauen Moschee angeboten. Nur Bier dürfen sie nicht mehr ausschenken. Schließlich darf Alkohol im Umkreis von 100 Metern rund um Gotteshäuser nicht mehr angeboten werden. Da kennen sie nix, die Türken.

Früher war das alles irgendwie anders. Früher, als der Tee noch heiß war, die Nächte lauwarm und das Efes noch kaltgestellt. Und war es nicht immer voller um diese Uhrzeit?

Weiter hinten beginnt eine türkische Band zu spielen. Und so langsam kommt Bewegung in die Sache. Ich nippe an meinem Tee, lausche der Musik und verlier mich für einen Moment in der lauwarmen Luft des Bosporus, die erfüllt ist vom Duft des Çay, vom Rauch der Wasserpfeifen und dem Geruch knusprig gebratener Tintenfische. Wie gern würd ich mir diese Gerüche in Flaschen füllen, denk ich. Für später.

Plötzlich ertönt eine zweite Stimme und vermischt sich mit dem Klang der Musik: der Muezzin ruft zum Abendgebet, ganz laut und bestimmt. Unwillkürlich geht mein Blick hinüber zur Moschee und nach oben zum Minarett. Darüber thront fast unwirklich der Halbmond. Ganz still liegt er da und wirft die ganze Szenerie in ein verwunschenes, silbriges Licht. Ja, geht doch, denk ich mir. Hallo Istanbul!

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  1. NaneDirk says:

    Istanbul ist ein Traum – man kann schon fast von „Reizüberflutung“ sprechen – aber man kann ja mehrmals dorthin 😉 Was man nicht verpassen darf ist ein Essen im „5Kat“ in Istanbul…der Blick über die Stadt…einfach nur genial.

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